Vielen Dank für den Besuch - Schlussakkord

Recht herzlichen Dank für den Besuch auf unserer Homepage,.

Wir hoffen, dass wir Interesse geweckt haben  für die Erledigung eines Problems, für die Besprechung irgendwelcher verwaltungsseitiger Probleme, für Ihre Frage, wie man was, wie und wann hinbekommt.

Am Ende noch zum Teil Humoriges aus unserem Erleben.

 

HUMORIGES UND ERLEBTES

 

Hier finden Sie wahre Begebenheiten, geradezu haarsträubende Ereignisse, Fehleinschätzung & Co.

Viel Spaß an der Lektüre.

Ihr / Euer WOLFGANG MARNER

 


Scheidungsfolgenvereinbarung (Fall aus 2014)


Man ist sich sicher nicht wirklich im Klaren, was eine Scheidungsfolgenvereinbarung, getroffen bei der Eheschließung, später bei der Scheidung auslöst und einen möglicherweise um den wohlverdienten Schlaf bringt.

Der darin regelmäßig vereinbarte Versorgungsausgleich ist die Tücke im Objekt.

Natürlich versteht man, dass nach einer Scheidung jeder so gestellt werden soll, als hätte es die unumgänglichen Situationen während der Ehe nicht gegeben (wie z.B. Kinderbetreuung, langfristige Erkrankung, Arbeitslosigkeit usw., also Zeiten, in denen man nicht in die Versorgungskasse einzahlt bzw. einzahlen kann). Auch ist es im glücklichen Ehezusammensein eigentlich selbstver-ständlich, das man den Partner vor einer Karriere zum Beispiel durch die Finanzierung des Studiums unterstützt. Lässt man sich später dann scheiden, sieht es recht "müde" mit der Aufrechnung aus. 

Denn Tatsache ist, dass natürlich die beiden Einkünfte zusammen gerechnet und dann sinnvoll halbiert und im Ergebnis saldiert werden, jedoch der Anspruch ist äußerst bedenklich gesetzlich geregelt.


Man stelle sich das  nur vor, ein unglaublicher Fall aus dem Jahr 2014: 

Wenn nun der zum Ausgleich kraft Scheidungsurteil Verpflichtete selbst in Rente oder Pension geht, wird ihm von der Rente bzw. Pension sogleich genau dieser Betrag monatlich abgezogen. Den sehen Sie nicht und leiden darunter im Zweifel.

Und das sogar (setzen Sie sich bitte hin, um nicht umzufallen), also das sogar dann, wenn der/die geschiedene, begünstigte EX immer noch arbeitet (also selbst noch keinen Versorgungsausgleich benötigt) oder sogar, wenn er/sie mittlerweile bereits verstorben ist (also selbst erst recht keinen Versorgungsausgleich mehr benötigt).

Nach entsprechender Nachfrage wurde behördenseits bestätigt, dass diese monatlichen Zahlungen nicht an den Begünstigten (wie im zweiten Fall auch denkbar unmöglich), sondern dem Bundeshaushalt zugeführt werden.

Eine versteckte Steuerstützung, die zumeist nicht bekannt ist, jedoch nach meiner Wahrnehm ung zumeist still hingenommen wird (eben in Unkenntnis).

 

 


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Mitgliedschaft in einer Kirche / Kirchensteuer (Fall aus 2010)


Dieser Fall zieht einem - nach meiner vorsichtigen Einschätzung - wirklich die Schuhe aus, um es einmal so salopp zu sagen.

Ist Ihnen bekannt, dass Sie in die Kirchengemeinde ohne Ihr Zutun oder die Bitte Ihrer Eltern aufge-nommen werden können und als Folge dessen kirchensteuerpflichtig werden?

Der Fall betraf ein Frau aus der damaligen DDR, die - nach den dort gewünschten Verhältnissen nach ihrer Meinung nie getauft und so auch nicht der Kirche angehörte.

Als sie nach Wechsel in den Westen heiraten wollte, fragte sie Ihre Eltern nach dem Familienstammbuch. Darin fand sie in einem Anhang tatsächlich eine Taufurkunde, au-gestellt von einem Landpfarrer in der ehemaligen DDR.

Nun beginnt die filmreife Odyssee: Nach den daraufhin erfolgten Recherchen, hatte doch tatsächlich die Oma der Frau, bei der sich die Frau als kleines Mädel in Obhut befand, sie - ohne Wissen ihrer Eltern - mit Nachbarn als Trauzeugen in die Kirche geschleppt und taufen lassen.

Als nun die Hochzeitsvorbereitungen ihren Lauf nahmen, wurde die Frau beim Amt vorstellig, um den Sachverhalt aufzuklären. Ein recht schnell entnervter Staatsbediensteter meinte, sie solle doch - rein vorsorglich - aus der Kirche austreten, allein schon wegen der möglichen Kirchensteuer.

Als die arme Frau das auch getan hatte, erhielt sie prompt einen Steuerbescheid, nachdem sie rückwir-kend für fünf Jahre die Kirchensteuer zu entrichten habe.

Bei dem Versuch einer Aufklärung wurde ihr - behördentypisch - lediglich erklärt: "Nun, wer austritt, muss auch irgendeinmal eingetreten sein!"

Eine Farce!

Der daraufhin erfolgte Disput grenzt an die Möglichkeiten der menschlichen Akzeptanz.

Ich habe alle erdenklichen Institutionen und namhaften Menschen bemüht; darunter unter anderem das Bundesministerium des Innern, Abteilung für Kirchenrechtsfragen und den damaligen Ministerprä-sidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, der mir einen persönlich unterschriebenen Brief geschickt hat mit der abschließenden Bemerkung, dass er mir "viel Glück auf dem sicherlich dornenreichen Weg wünscht" (Zitat).

Keiner sah sich im Stande, im konkreten Fall zu helfen und die Sache aus der Welt zu schaffen.

Im Ergebnis war festzustellen: Das "Sakrament der Taufe" ist unumstößlich. Selbst wenn ein völlig betrunkener Mann unter der Brücke von "einem Priester erwischt wird und ihm die sogenannte Nottaufe" nächtens beim Geschrei der Käuzchen abnimmt, gilt er als kirchenrechtlich ordnungsgemäß getauft; allerdings auch mit der Folge der Kirchensteuerpflicht .....

Das zuständige Erzbistum Köln - Stabsabteilung für Kirchenrecht (was für eine Bezeichnung!) - hat mir dies auf Anfrage so bestätigt.

In dieser daraufhin entbrannten heftigen Auseinandersetzung mit eben dieser Stabsabteilung, die einen weiteren LEITZ-Ordner füllt, wurde mir bald klar, dass gegen die Kirche trotz aller Mittel nicht viel auszurichten ist.

Auf Grund meiner Beharrlichkeit hat das Erzbistum Köln schließlich doch eingelenkt und die Forderung - natürlich ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung - niederge-schlagen.

HALLELUJA!


Weitere Ausführungen versage ich mir an dieser Stelle und jetzt, obwohl es noch viel zu erzählen gäbe aus dem Land der "Schildbürger"

 



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